neo auf der TEKOM Jahrestagung 2025

KI-Kulturschock-Event oder Leistungsschau?

Die Tekom Jahrestagung hatte eine weiter steigende Anzahl von Messe- und Tagungsbesuchern zu verzeichnen. Gleichzeitig ist die Anzahl der Lösungsanbieter im Messebereich im Vergleich zu den Vorjahren weiter geschrumpft. Auch einige Dienstleister blieben der Messe fern.

Eine Runde über die diesjährige Messe auf der Tekom Jahrestagung zu drehen, konnte – unter dem frischen Eindruck unseres erfolgreichen Überwachungsaudits u.a. zu ISO 18587 (Posteditieren maschinell erstellter Übersetzungen) - leicht herausfordernd sein:

Es gibt mittlerweile einige Umsetzungen und viele Verfechter der Idee, cloudbasiert KI-Übersetzungen gänzlich ohne menschliches Post-Editieren durchzuführen. Automatisierte Qualitätsmessung über verschiedene Sprachmodelle hinweg sowie automatisierte Erkennung möglicher Übersetzungsfehler sollen die Übersetzungsergebnisse in diesen Ablauf absichern. Wenn noch die Verantwortlichkeiten und lästigen Haftungsfragen endlich geklärt wären, und wenn die Ergebnisse reproduzierbar dem Stand der Übersetzungskunst entsprächen: Dann wäre ja bereits alles gut.

In den bei neo weiter zunehmenden eLearning Produktionen sind KI-Anwendungen auch schon sehr präsent, z.B. bei multilingual verfügbaren, lippensynchron sprechenden Avataren. Zur KI-gestützten Sprachsynthese gab es auf der Messe auch ein paar Details zu entdecken. Während einige Anbieter von KI-Stimmen Umsetzungen der Speech Synthesis Markup Language (SSML) anbieten, mit deren Tags gezielt Einfluss auf die Aussprache von nicht zu übersetzenden Eigennamen und Terminologie genommen werden kann, behelfen sich andere noch mit quasi-phonetischen Umschreibungen in der Zielsprache. Doch auch dies wird sich in rasantem Tempo verbessern.

neoni[at]neo-comm.ch